Freistellungsaufträge ab 2011 mit Steuer-ID

Mittwoch den 29.12.2010

Mit einem Freistellungsauftrag können Anleger ihrer Bank mitteilen, bis zu welchem Betrag sie Kapitaleinkünfte aus Zinsen freistellen soll. Maximal können Anleger 801 Euro (Verheiratete insgesamt 1.602 Euro) freistellen lassen. Diesen Sparerpauschbetrag können sie auch auf mehrere Geldinstitute verteilen. Für den Fiskus war es bisher schwierig, diese Angaben zu kontrollieren, da nur allgemeinere Angaben zu den Personen (also Name, Vorname, Adresse) auf den Freistellungsaufträge vermerkt wurden.

Ab dem Jahr 2011 soll sich dies ändern: Mit anzugeben ist bei jedem Freistellungsauftrag die persönliche Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID). Banken müssen dann diese Steuernummer mit an das Bundeszentralamt für Steuern melden. Örtliche Finanzämter haben dann wiederum Zugriff auf diese Daten und können vereinfacht den Abgleich durchführen, ob ein Anleger einen höheren Sparerpauschbetrag freistellen ließ und Zinszahlungen erhalten hat, die er eigentlich hätte versteuern müssen. Auch bei kleinen Differenzen ist mit Kontrollen zu rechnen.

Bisher erteilte Freistellungsaufträge sollen noch bis Ende 2015 ihre Gültigkeit behalten.

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